Aufgaben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK)


Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) ist verantwortlich für die Pflege und Förderung von Wissenschaft und Kultur. Das MWFK hat neben einer Zentralabteilung zwei Fachabteilungen.

Wissenschaft und Forschung

Die Abteilung Wissenschaft und Forschung ist für den Auf- und Ausbau einer zukunftsfähigen brandenburgischen Hochschullandschaft zuständig, die mit ihren unterschiedlichen Lehr- und Forschungsprofilen den regionalen und überregionalen akademischen Ausbildungsbedarf abdeckt und durch Forschung, Wissens- und Technologietransfer wesentlich zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft des Landes beiträgt.

Im Geschäftsbereich des MWFK befinden sich die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) und die Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder), die Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF) in Potsdam-Babelsberg, die Fachhochschule in Brandenburg an der Havel, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), die Fachhochschule in Potsdam, die Hochschule Lausitz (FH) mit den Standorten Cottbus und Senftenberg sowie die Technische Hochschule Wildau (FH).

Mit den drei Universitäten, fünf Fachhochschulen und der ältesten deutschen Filmhochschule mit internationalem Ruf verfügt das Land Brandenburg zusammen mit den zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen über eine leistungsfähige Wissenschafts- und Forschungsstruktur, die es weiter zu fördern und auszubauen gilt.

Für die fast 50.000 Studenten ist eine auch an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientierte, fundierte Hochschulausbildung zu sichern.


Außeruniversitäre Forschung

Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören als von Bund und Land gemeinsam finanzierte Einrichtungen eine Großforschungseinrichtung sowie drei Außenstellen von Großforschungseinrichtungen. Wegen ihrer überregionalen Bedeutung und ihres gesamtstaatlichen innerpolitischen Interesses fördern Bund und Länder in Brandenburg neun Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Ferner sind drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft, seitens der Fraunhofer-Gesellschaft ein Institut, zwei selbständige Außenstellen von Instituten außerhalb Brandenburgs und ein Fraunhofer-Anwendungszentrum an der BTU Cottbus sowie vier geisteswissenschaftliche Zentren in Brandenburg angesiedelt.


Die Zuständigkeit für die von den Ländern Berlin und Brandenburg gegründete Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die u.a. wissenschaftliche Langzeitvorhaben betreut, liegt ebenfalls beim MWFK.


Das MWFK führt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) und das Aufstiegsfortbildungs-Förderungsgesetz („Meister-BAFöG") durch.


Kultur

Die Kulturabteilung ist zuständig für die Pflege, Förderung und Entwicklung von Kunst und Kultur.


Ihr Aufgabenspektrum ist breit gefächert: Es reicht von Denkmal- und Kulturgutschutz über Museen und Zeitgeschichte, Bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur, Bibliotheken und Archive bis hin zur Soziokultur und der Kulturellen Bildung. Sie erfüllt diese Aufgaben in Ergänzung zum kommunalen Engagement, denn Kommunen und Land sind gleichermaßen zur Förderung der Kultur verpflichtet. Ziele dieser gemeinsamen Anstrengung sind die Sicherung der kulturellen Teilhabe der Brandenburger und ihrer Besucher, die Bewahrung der kulturellen Substanz und des Erbes sowie die Förderung kultureller und künstlerischer Entwicklungen.


Um diese Ziele zu erreichen, fördert das Land Träger kultureller und künstlerischer Aktivitäten und unterhält eigene Einrichtungen. Die Landeseinrichtungen sind das Landeshauptarchiv mit dem Theodor-Fontane-Archiv, das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum sowie das Filmmuseum Potsdam.


Als oberste Denkmalschutzbehörde trägt das Ministerium die Verantwortung für den Schutz und die Pflege des architektonischen und archäologischen Erbes. Die Erforschung und Erfassung der Denkmale sowie die fachliche Beratung der Denkmaleigentümer ist Aufgabe des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum als Landesoberbehörde.

Institutionelle Förderung

Weiterhin übernimmt das MWFK dort Verantwortung, wo im Landesinteresse stehende Aufgaben wahrgenommen werden und Kommunen damit allein überfordert wären. Das betrifft Einrichtungen, wie die Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte, die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, die Stiftung Preupische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Musikakademie Rheinsberg oder auch Park und Schloss Branitz. Auf der Grundlage vertraglicher Vereinbarungen beteiligt sich das Land an der Finanzierung der Kulturstiftung der Länder, der Kulturstiftung Cottbus mit dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk und dem Staatstheater Cottbus, des Theater- und Konzertverbundes, des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.


Projektförderung
Darüber hinaus hilft das Land, die kulturelle Grundversorgung der Kommunen zu sichern. So unterstützt es die Musikschularbeit und die Kreisergänzungsbibliotheken, Theater und Orchester außerhalb des Verbunds, soziokulturelle Zentren, Galerien und Museen. Hinzu kommen innovative Projekte in allen kulturellen und künstlerischen Bereichen.


Die Kulturabteilung sichert zudem die Arbeitsfähigkeit vieler kultureller und künstlerischer Landesverbände und überregionaler Kulturzentren und unterstützt mit der Förderung von Kultur- und Musikfesten die regionale Profilierung. Ferner fördert das MWFK - auch gemeinsam mit der EU, dem Bund und anderen Landesressorts - notwendige Investitionen im Kulturbereich und zur Entwicklung des Tourismus.


Das Ministerium ist weiter zuständig für die Zusammenarbeit mit den Kirchen, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsvereinigungen sowie für die Angelegenheiten der sorbischen/wendischen Minderheit.


Der Förderung der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit mit ost- und westeuropäischen Ländern, Kommunen, Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen, und dabei insbesondere der Pflege der Beziehungen zu Polen, ist das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur besonders verpflichtet.