09.11.2016Gesundheitscampus stärkt Gesundheitsforschung und sichert medizinische Versorgung im Land

Wissenschaftsministerin Martina Münch begrüßt die heutige Entscheidung des Landtags zum Gesundheitscampus Brandenburg. „Ich freue mich, dass der Landtag sich heute dazu bekannt hat, den Gesundheitscampus dauerhaft einzurichten. Mit seiner Hilfe soll künftig in Brandenburg unter anderem an Krankheiten geforscht werden, die im Alter gehäuft auftreten. Zudem wollen wir Modelle entwickeln, die es kranken Menschen ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben und gut versorgt zu werden. Durch die Vernetzung im Gesundheitscampus entsteht nicht nur ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland – es ergeben sich auch neue Chancen für die Fachkräftesicherung und die medizinische und pflegerische Versorgung im Flächenland Brandenburg sowie für die weitere Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Gesundheitsbereich .“

Der Gesundheitscampus soll als Forschungs- und Lehrverbund aus Universitäten, weiteren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die universitäre Gesundheitsforschung durch Forschungsverbünde stärken, die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in Gesundheit und Pflege fördern und zukunftsweisende Modelle für die medizinische Versorgung hervorbringen. Dazu wird auch ein breites Netzwerk aus Kliniken in den Campus eingebunden. Ein Wissenschaftlicher Beirat begleitet den Aufbauprozess des Campus und gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Forschungsschwerpunkten.

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Juni 2016 durch die drei künftigen Träger-Hochschulen – Universität Potsdam, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane – startete die zweijährige Pilotphase zum Aufbau des Gesundheitscampus. In diesem Zeitraum stehen unter anderem die Erarbeitung und Abstimmung eines Entwicklungs- und Personalkonzeptes, einer gemeinsamen Promotions- und Habilitationsordnung sowie eines Konzeptes zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau von Forschungsverbünden zum Schwerpunkt „Medizin und Gesundheit des Alterns“.

Der Aufbau des Gesundheitscampus erfolgt stufenweise: Im vergangenen Jahr wurde eine Geschäftsstelle in Potsdam eingerichtet, ab 2017 sollen die Forschungsverbünde starten und 2018 die ersten von zwölf zusätzlichen Professoren berufen werden. Dafür stellt das Land (vorbehaltlich der erforderlichen Landtagsentscheidungen) im Jahr 2017 rund 2,2 Millionen Euro, 2018 etwa 3,4 Millionen Euro und ab 2019 insgesamt 5 Millionen Euro jährlich bereit.

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