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11.10.2016Gesundheitscampus stärkt Gesundheitsforschung und sichert medizinische Versorgung im Land

Wissenschaftsstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute in Potsdam den Wissenschaftlichen Beirat des Gesundheitscampus Brandenburg bei seiner konstituierenden Sitzung begrüßt und seinen Mitgliedern für ihren Einsatz gedankt. „Der Wissenschaftliche Beirat soll den Aufbauprozess des Gesundheitscampus wissenschaftlich begleiten, Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Forschungsschwerpunkten geben und nationale wie internationale Impulse einbringen“, so Gutheil. „Mit Hilfe des Gesundheitscampus´ soll in Brandenburg an Krankheiten geforscht werden, die im Alter gehäuft auftreten. Zudem geht es darum, Modelle zu entwickeln, die es kranken Menschen ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben und gut versorgt zu werden. Durch die Vernetzung im Gesundheitscampus entsteht nicht nur ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland – es ergeben sich auch neue Chancen für die Fachkräftesicherung und die medizinische und pflegerische Versorgung im Flächenland Brandenburg sowie für die weitere Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Gesundheitsbereich .“

Der Gesundheitscampus soll als Forschungs- und Lehrverbund aus Universitäten, weiteren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die universitäre Gesundheitsforschung durch Forschungsverbünde stärken, die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in Gesundheit und Pflege fördern und zukunftsweisende Modelle für die medizinische Versorgung hervorbringen. Dazu soll auch ein breites Netzwerk aus Kliniken in den Campus eingebunden werden. Die neun Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats kommen unter anderem von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Kliniken und sind langjährige im In- und Ausland ausgewiesene Medizin- und Strukturexperten.

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Juni 2016 durch die drei künftigen Träger-Hochschulen – Universität Potsdam, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane – startete eine zweijährige Pilotphase zum Aufbau des Gesundheitscampus. In diesem Zeitraum stehen unter anderem die Erarbeitung und Abstimmung eines Entwicklungs- und Personalkonzeptes, einer gemeinsamen Promotions- und Habilitationsordnung sowie eines Konzeptes zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau von Forschungsverbünden zum Schwerpunkt „Medizin und Gesundheit des Alterns“.

Der Aufbau des Gesundheitscampus erfolgt stufenweise: Im vergangenen Jahr wurde eine Geschäftsstelle in Potsdam eingerichtet, ab 2017 sollen die Forschungscluster starten und 2018 die ersten Professoren berufen werden. Dafür stellt das Land (vorbehaltlich der erforderlichen Landtagsentscheidungen) im Jahr 2017 rund 2,2 Millionen Euro, 2018 etwa 3,4 Millionen Euro und ab 2019 insgesamt 5 Millionen Euro jährlich bereit.

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