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13.09.2016Gesundheitscampus geht an den Start -

Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute im Kabinett die Pläne für die konkrete Gestaltung des Gesundheitscampus präsentiert. „Der steigende Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft macht Zukunftssysteme in der Diagnostik und Therapie sowie in der Versorgung und Pflege erforderlich. Mit Hilfe eines Gesundheitscampus´ soll in Brandenburg an Krankheiten geforscht werden, die im Alter gehäuft auftreten. Zudem geht es darum, Modelle zu entwickeln, die es kranken Menschen in Brandenburg ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben und gut versorgt zu werden“, so Münch zum Anliegen der Initiative.

Die Ministerin hob hervor, dass es schon heute in den Hochschulen und Instituten des Landes hoch aktuelle, international beachtete Forschung in medizinisch relevanten Gebieten gebe. „Durch die Vernetzung im Gesundheitscampus entsteht nicht nur ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland – es ergeben sich auch neue Chancen für die Fachkräftesicherung und die medizinische und pflegerische Versorgung im Flächenland Brandenburg sowie für die weitere Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Gesundheitsbereich .“

Der Gesundheitscampus soll als Forschungs- und Lehrverbund aus Universitäten, weiteren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die universitäre Gesundheitsforschung durch Forschungsverbünde stärken, die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in Gesundheit und Pflege fördern und zukunftsweisende Modelle für die medizinische Versorgung hervorbringen. Dazu soll auch ein breites Netzwerk aus Kliniken in den Campus eingebunden werden.

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Juni 2016 durch die drei künftigen Träger-Hochschulen – Universität Potsdam, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane – startete eine zweijährige Pilotphase zum Aufbau des Gesundheitscampus. In diesem Zeitraum stehen unter anderem die Erarbeitung und Abstimmung eines Entwicklungs- und Personalkonzeptes, einer gemeinsamen Promotions- und Habilitationsordnung sowie eines Konzeptes zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau von Forschungsverbünden zum Schwerpunkt „Medizin und Gesundheit des Alterns“.

Der Aufbau des Gesundheitscampus erfolgt stufenweise: Im vergangenen Jahr wurde eine Geschäftsstelle in Potsdam eingerichtet, ab 2017 sollen die Forschungscluster starten und 2018 die ersten Professoren berufen werden. Dafür stellt das Land (vorbehaltlich der erforderlichen Landtagsentscheidungen) im Jahr 2017 rund 2,2 Millionen Euro, 2018 etwa 3,4 Millionen Euro und ab 2019 insgesamt 5 Millionen Euro jährlich bereit.

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