16.08.2016Niedersorbische Sprache wird weiter gestärkt

Die Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Sachsen bei der Ausbildung von Sorbisch/Wendisch-Lehrkräften wird fortgeführt. Die Landesregierung stimmte heute in Potsdam einer entsprechenden Vereinbarung zu, mit der zugleich das in der Niederlausitz gesprochene Niedersorbisch weiter gestärkt werden soll.

Der Vereinbarung zufolge wird die Universität Leipzig mit dem deutschlandweit einzigen universitären Sorabistik-Institut weiterhin Sorbisch/Wendisch-Lehrkräfte für beide Länder ausbilden. Brandenburg stellt zudem künftig zusätzliche Mittel für eine halbe Mitarbeiter-Stelle in der Lehre und Forschung für Niedersorbisch-Didaktik zur Verfügung. Im Bereich Niedersorbische Sprache und Kultur wird weiterhin eine Stelle jeweils hälftig durch die Länder Brandenburg und Sachsen finanziert.

Der Landesbeauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden, Kultur-staatssekretär Martin Gorholt, sagte: „Die niedersorbische Sprache ist ein lebendiges Kulturerbe Brandenburgs, sie trägt zur Attraktivität und Vielfalt des Landes bei und ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Lausitz. Eine sehr gute Qualifizierung von Sprach-Lehrkräften ist eine wesentliche Voraussetzung zur Bewahrung sorbischer/wendischer Kultur. Die neue Vereinbarung führt die bewährte Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Sorbisch/Wendisch-Lehrkräften fort und setzt zugleich mit der Stärkung der Didaktik des Niedersorbischen einen weiteren Akzent. Davon profitieren die schulische und die wissenschaftliche Arbeit.

Die stärkere Verankerung des Niedersorbischen in der Lehrerbildung ist einer der Punkte des Maßnahmenplans der Landesregierung zur Stärkung der niedersorbischen Sprache. Die neue Regelung baut auf der vorherigen Vereinbarung beider Länder aus dem Jahr 2002 auf. Neben dem grundständigen Studienangebot für Lehramts-Studierende ab dem ersten Semester soll auch das berufsbegleitende Studienangebot fortgeführt werden, das Lehrkräften den nachträglichen Erwerb der Lehrbefähigung für Sorbisch/Wendisch ermöglicht.

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