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13. Deutsche Woche 2016

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Auf der 13. Deutschen Woche in St. Petersburg präsentierte sich vom 13. – 21. April Brandenburg als Partnerland. Dabei spiegelten kulturelle und wissenschaftliche Vielfalt in Veranstaltungen von Wissenschaftseinrichtungen sowie der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die langjährige Tradition und gute Zusammenarbeit beider Seiten, die besonders in jüngster Vergangenheit wichtige Brückenfunktion zwischen den Kulturen übernahm.

So bot die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am 14. April eine erstmals in dieser Form gezeigte Fotoausstellung. Die dynastischen Verbindungen und daraus entstandenen Besuche beeinflussten die Gestaltung von Schlössern und Gärten - in St. Petersburg wie in Preußen - gegenseitig, wie Frau Dina Kittel für die SPSG anschaulich bei der Eröffnung vermittelte.

Im Rahmen eines Brandenburger Wissenschaftstags am 14. April stellten

- die Technische Hochschule Brandenburg

- das GFZ Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam

- das Alfred-Wegener-Institut / Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

- das Leibniz-Institut für Agrartechnik e.V. Potsdam-Bornim

- das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. Müncheberg

und

- die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Highlights brandenburgisch-russischer Kooperationen in Lehre, Forschung und Kultur insbesondere mit Petersburger Einrichtungen vor. Die von mehr als 50 Teilnehmern besuchte Veranstaltung im Petersburger SAP-Büro, maßgeblich durch SAP und Vizepräsident Semmler unterstützt, unterstrich die in langjähriger vertrauensvoller deutsch-russischer Zusammenarbeit erreichte Qualität wissenschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit am Beispiel gemeinsamer Forschungen, Studiengänge zum  Klimawandel und zu Forschungen in der Mikrotechnologie, die sich im weiteren Ausbau befinden. Darüber hinaus wurden Themen zur biotechnologischen Stoffumwandlung nachwachsender Rohstoffe, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Agrarlandschaftsforschung oder die künftige Zusammenarbeit im Bereich der Kunstwissenschaften am Beispiel der Schlösserkooperation und Ansatzpunkte für künftige Zusammenarbeit erörtert.  Handlungsbedarf (Stipendienaufenthalte, Anerkennung von Abschlüssen, Visafragen, Austausch von Forschungsmaterialien u.a.) zur weiteren Ausgestaltung der Zusammenarbeit wurde angesprochen und entsprechende Vorschläge präsentiert.

Der Ansatz des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, gemeinsam mit der russischen Vernadsky-Stiftung ein Programm zur Umwelt-/ Nachhaltigkeitsforschung und Umweltbildung für junge Nachwuchswissenschaftler zu entwickeln und damit neue Wege zu beschreiten, ist besonders hervorzuheben. Dies unterstreicht zugleich die Notwendigkeit, frühzeitig für die Wissenschaften und die internationale Zusammenarbeit zu werben und zu begeistern. Daher erhielten auch Nachwuchsforscher einer Petersburger Schule die Möglichkeit, sich als Preisträger der II. internationalen Umweltkonferenz in Berlin (Projekt „Umwelt macht Schule“ des Goethe-Instituts Moskau) zu präsentieren.

Des Weiteren organisierten das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau e.V. Großbeeren/Erfurt, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg sowie die Universität Potsdam bilaterale Wissenschaftsveranstaltungen gemeinsam mit ihren Partnern in St. Petersburg.

Zum Symposium des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau  (IGZ) und Petersburger Vavilov-Institut Pflanzengenetischer Ressourcen mit Diskussion, 15. April:

Die Tagung im repräsentativen Konferenzsaal des Instituts trug dazu bei, bestehende Kontakte zur Vavilov-Genbank zu pflegen und  zu vertiefen. Zudem wurden Möglichkeiten zur Finanzierung von Forschungsprojekten, zum Austausch von Wissenschaftlern beider Institute erörtert, gegenseitiges Verständnis geschaffen und Vertrauen  weiter aufgebaut.

Konferenz von Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und Polytechnische Universität St. Petersburg „Peter der Große“, 18. April:

Sie bot beste Gelegenheit, erste Bilanz zum Stand des neuen ErasmusPlus-Programms für die Erhöhung der Mobilität zu ziehen, bei dem beide Seiten vor allem auf den Wissenschaftler-Austausch setzen. Die langjährige und gute Zusammenarbeit zwischen beiden technischen Universitäten besteht auf allen Ebenen, sowohl zwischen den Leitungen, Fachwissenschaftlern, Verwaltungsmitarbeitern und Studierenden. Dies spiegelte sich auch in der Eröffnungsveranstaltung wider: Mit der Konferenz wurde das neueste hochmoderne Gebäudes auf dem Campus der Polytechnischen Universität St. Petersburg in Betrieb genommen.

Konferenz von Universität Potsdam und Petersburger Universität für Wirtschaft und Finanzen, 20. April:

Vorgestellt wurden Forschungsergebnisse zur Entwicklung des Mittelstandes im Land Brandenburg, zur Innovationsfinanzierung sowie zu den Auswirkungen der Sanktionen auf das Russlandgeschäft und mit Fachkollegen aus der St. Petersburger Universität für Wirtschaft und Finanzen (UNECON) sowie Vertretern der russischen Wirtschaft und Banken diskutiert. Vertreter aus Hochschule und Wirtschaft (junge Unternehmer) aus Petersburg und Region besuchten das fachöffentliche Forum im repräsentativsten Hörsaal der UNECON. Intensiv diskutiert wurden Fragen zur Innovationsfinanzierung, ebenso Möglichkeiten wirtschaftlicher Kooperation und Expansion von jungen russischen Unternehmen nach Brandenburg.

Dank gebührt den Organisatoren der 13. Deutschen Woche, insbesondere dem Deutschen Generalkonsulat, Goethe-Institut und allen Mitwirkenden.

Kontakt- Stabsstelle

Stabsstelle Internationales und EU-Angelegenheiten

Referatsleiterin
Dr. Gundula Herwig
Telefon: 0331 / 866 4570
gundula.herwig@mwfk.brandenburg.de