Rechtliche Regelungen – was sind die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen zum Studium im Land Brandenburg?

Auf dieser Seite beschreiben wir die gesetzlichen Regelungen zum Hochschulzugang im Land Brandenburg für ausländische Studierende. Bei Fragen zum Hochschulzugang im Einzelfall können die Hochschulen individuell Auskunft geben.   

Der Zugang und die Zulassung zu einem Studium sind in Brandenburg im Brandenburgischen Hochschulgesetz (BbgHG), im Brandenburgischen Hochschulzulassungsgesetz (BbgHZG) sowie in der Hochschulvergabeverordnung (HVV) geregelt.

Hochschulzugang für ausländischen Staatsangehörige sowie Staatenlose
Voraussetzungen:

- Entweder sie haben die für das Studium erforderliche Qualifikation in Deutschland oder an einer deutschen Auslandsschule erworben (§ 9 Abs. 1 S. 2 BbgHG) oder

 - sie verfügen über einen ausländischen schulischen Bildungsnachweis (z.B. Abitur), der sie zum Studium an einer Hochschule im Ausstellungsstaat (d.h. zumeist im Heimatstaat) berechtigt und dieser Bildungsnachweis ist einer in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung gleichwertig und Sie verfügen über die für das Studium erforderlichen Sprachkenntnisse oder

 - sie verfügen über die für das Studium erforderlichen Sprachkenntnisse sowie über eine ausländische berufliche Qualifikation, die einer in Deutschland erworbenen beruflichen Qualifikation – welche im Land Brandenburg zur Aufnahme eines Hochschulstudiums berechtigt – gleichwertig ist (§ 9 Abs. 3 S. 1 BbgHG) oder

 - sie haben die Zugangsprüfung einer deutschen Hochschule bestanden (§ 9 Abs. 1 S. 5 und 6 BbgHG).

Ausländischer Bildungsnachweis (Abitur und ähnliche Schulabschlüsse)

Der ausländische Bildungsnachweis, der im Ausstellungsstaat zum Hochschulstudium berechtigt, muss einer der folgenden inländischen Qualifikationen gleichwertig sein:

 - der allgemeinen Hochschulreife,

- der fachgebundenen Hochschulreife (dann Zugang zum Studium in der entsprechenden Fachrichtung),

- der Fachhochschulreife (dann Zugang auch zum Studium an einer Universität),

- der fachgebundenen Fachhochschulreife (dann Zugang zum Studium in der entsprechenden Fachrichtung sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten),

- einem berufsqualifizierenden Hochschulabschluss.

Sofern der Hochschulabschluss in einem Vertragsstaat der Lissabon-Konvention (ggf. Verlinkung) erworben wurde, genügt es, wenn sich dieser nicht wesentlich von den inländischen Hochschulabschlüssen unterscheidet.

Im Ausland erworbene berufliche Qualifikation
Die im Ausland erworbene berufliche Qualifikation muss einer der unter a) Nr. 6 und 7 (bzw. § 9 Abs. 2 S. 1 Nr. 6 bis 11 BbgHG) genannten inländischen Qualifikation gleichwertig sein, um zur Aufnahme eines grundständigen Hochschulstudiums (z.B. Bachelorstudium) zu berechtigen. Für ausländische und staatenlose Studienbewerberinnen und Studienbewerber besteht die Möglichkeit, ein grundständiges Hochschulstudium aufzunehmen, sofern sie über einen Abschluss der Sekundarstufe I (in der Regel neun- oder zehnjährige Schulbildung) und eine für das beabsichtigte Studium geeignete abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender mindestens zweijähriger Berufserfahrung verfügen. Die im Ausland erworbene Schulbildung muss dabei der inländischen Sekundarstufe I und die im Ausland erworbene Berufsausbildung einer inländischen Berufsausbildung gleichwertig sein.

Zugangsprüfung einer inländischen Hochschule
Nach § 9 Abs. 1 S. 5 und 6 BbgHG  sind unter bestimmten Voraussetzungen Bewerberinnen und  Bewerber, die die Zugangsprüfung einer deutschen Hochschule bestanden haben, zum Hochschulstudium berechtigt. Durch die Zugangsprüfung wird festgestellt, ob die fachliche Eignung und die sprachlichen und methodischen Fähigkeiten für das Studium eines Studiengangs oder bestimmter fachlich verwandter Studiengänge bestehen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur erarbeitet derzeit eine Rechtsverordnung, die Näheres zu den Zugangsprüfungen der Hochschulen des Landes Brandenburg regeln wird.

Erforderliche Sprachkenntnisse
Ausländische und staatenlose Studienbewerber müssen die für das Studium erforderlichen Sprachkenntnisse nachweisen. In der Regel ist der Nachweis von Deutschkenntnissen erforderlich. Bei Studienangeboten in anderen Sprachen als Deutsch ist der Nachweis von Kenntnissen in der entsprechenden Lehrsprache notwendig, z.B. der Nachweis von Englischkenntnissen bei überwiegend in englischer Sprache angebotenen Studiengängen. Näheres hierzu regeln die Hochschulen. In der Regel werden Deutschkenntnisse auf dem Niveau DSH-2 (entspricht C1) verlangt.

Mit Deutschkenntnissen auf dem Niveau DSH-1 (entspricht B2) ist in der Regel eine vorläufige Zulassung zu einem Studium mit der Auflage verbunden, im Laufe des Studiums das Niveau DSH-2 zu erreichen.

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Anerkennung von Qualifikationen zur Aufnahme eines Studiums

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