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13.12.2011Ministerin Kunst verleiht diesjährigen Nachwuchswissenschaftlerpreis des Landes Brandenburg

Neues Fenster: Bild - NWP-Jury und Preisträger - vergrößern ©NWP2011_Preisträger,Ministerin & Jury B.Bernat / MWFK

In ihrem Grußwort hob Ministerin Kunst die besondere Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses hervor: „Der Nachwuchswissenschaftlerpreis, der in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben wird, hat sich hervorragend entwickelt. Man sieht an den Preisträgern wieder einmal, welch international anerkannte Forscher nach Brandenburg kommen, um hier zu arbeiten. Mit der Förderung einzelner Forscherpersönlichkeiten macht die Landesregierung exemplarisch die außerordentliche Bedeutung junger Wissenschaftler gerade für Brandenburg deutlich. Ohne sie gibt es keine Weiterentwicklung, keine internationale Wettbewerbsfähigkeit, kein erfolgreiches Bestehen in der Wissensgesellschaft für unser Land. Aus der Gruppe solcher Wissenschaftler gehen die Nobelpreisträger von morgen hervor.“

In diesem Jahr erhalten  die Geschäftsführer der  „Easy Listen GmbH“, Ginetta Fassio und Christian Simon, den mit 5.000 Euro dotierten Absolventenpreis für ihre gemeinsame Diplomarbeit. Geehrt wurde damit die Entwicklung einer Technologie zur akustischen Verbesserung audiovisueller Inhalte, wodurch beispielsweise Schwerhörige und Menschen mit einem normalen Hörvermögen gemeinsam fernsehen können. Ginetta Fassio und Christian Simon haben an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Babelsberg studiert und sich mit einer Ausgründung aus der Hochschule selbständig gemacht. Die ausgezeichnete technologische Weltneuheit wird Anfang 2012 auf den deutschen Markt kommen. Diese hervorragende Forschungs- und Entwicklungsleistung wurde bereits Anfang Dezember mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg geehrt.

Der mit 20.000 Euro dotierte Post-doc-Preis für Geistes- und Sozialwissenschaften ging an Dr. Michael Koß,  wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politik und Regieren in Deutschland und Europa an der Universität Potsdam. Geehrt wurde damit sein Buch "The Politics of Party Funding". Darin geht er der Frage nach, warum in einigen Ländern eine umfangreiche staatliche Parteienfinanzierung eingeführt wurde und in anderen nicht. Außerdem untersucht er den Zusammenhang zwischen Parteienfinanzierung und Parteienwettbewerb. Die Jury hob  die herausragende Originalität und theoretische und methodische Qualität der Arbeit hervor, die auch durch ihre Annahme bei der international führenden Oxford University Press belegt wird.

In der Kategorie Natur- und Ingenieurwissenschaften des Post-doc-Preises wurde Dr. Mary Williams vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) ausgezeichnet. Die neuseeländische Wissenschaftlerin forscht nach Studium und Forschungstätigkeit in Neuseeland und ihrer Promotion in Australien seit 2007 in Potsdam. In ihrer Arbeit stellt sie die Entdeckung eines neuen Sternenstromes vor. Die Entdeckung war durch ihre Beteiligung am vom AIP koordinierten RAVE-Survey, einem multinationalen Projekt zur spektroskopischen Durchmusterung der Sterne in der Milchstraße, ermöglicht worden. Die Jury für die Vergabe des Nachwuchswissenschaftlerpreises stufte die Arbeit wegen ihrer exzellenten wissenschaftlichen Leistung einerseits und ihrer ansprechenden Darstellung der Inhalte für die Öffentlichkeit als „außerordentlich preiswürdig“ ein.

Ministerin Kunst dankte den Jurymitgliedern für ihre fünfjährige ehrenamtliche Unterstützung des Nachwuchswissenschaftlerpreises und drückte ihre Hoffnung auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit aus.

Mitglieder der Jury sind:

Prof. Dr. rer. nat. Dr.h.c. Gisela Engeln-Müllges
(FH Aachen, ehem. Mitglied des Wissenschaftsrates)

Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Erika Fischer-Lichte
(FU Berlin, ehem. Mitglied des Wissenschaftsrates)

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner

Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Dr. phil. Wilhelm Krull
Generalsekretär der Volkswagenstiftung

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Stock
Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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