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Schutz deutschen Kulturguts vor Abwanderung

Das Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung vom 06. August 1955 verpflichtet die Länder und den Bund, das nationale Erbe vor der Abwanderung zu bewahren.

Danach sind Kunstwerke und anderes Kulturgut - einschließlich Bibliotheksgut, deren Abwanderung einen wesentlichen Verlust für den deutschen Kulturbesitz bedeuten würde und Archive, archivalische Sammlungen, Nachlässe und Briefsammlungen mit wesentlicher Bedeutung für die deutsche politische Kultur- und Wirtschaftsgeschichte in ein "Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes" bzw. "Verzeichnis wertvoller Archive" einzutragen.

Zuständig für die Eintragung vom im Land Brandenburg befindlichen Kulturgut ist das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur . Die Eintragung können der Eigentümer, der Besitzer oder Leiter von Museen, Bibliotheken oder Archiven beantragen (Verordnung über das Antragsrecht nach dem Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung vom 03.08.1993 (GVBl. II S. 573)).

Der schriftliche Antrag muss folgende Angaben enthalten:

1. Bezeichnung sowie Größe oder Umfang des Kulturgutes,
2. Name und Anschrift des Eigentümers oder Besitzers,
3. Ort, an dem sich das Kulturgut zur Zeit der Antragstellung befindet und
4. Begründung des Antrages.

Die Eintragung kann auch von Amts wegen erfolgen. Sie hat zur Folge, dass die eingetragenen Gegenstände nur mit einer Genehmigung des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien aus der Bundesrepublik Deutschland ausgeführt werden dürfen.

Für die eingetragenen Kulturgüter können die Eigentümer steuerliche Erleichterungen in Anspruch nehmen.

Kontakt - Referat 33

Referat 33
Museen, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Erinnerungskultur

Referatsleiterin:
Karin Melzer
Telefon: 0331 / 866 49 50
karin.melzer@mwfk.brandenburg.de