03.05.2018‘Maria und die dritte Dimension‘

Neues Fenster: Bild - Dommuseum Brandenburg an der Havel - vergrößern ©Ludwig Rauch

Kulturministerin Martina Münch hat heute im Dom Sankt Peter und Paul in Brandenburg an der Havel gemeinsam mit Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Ausstellung ‘500 Jahre Hochaltar im Dom zu Brandenburg oder Maria und die dritte Dimension!‘ eröffnet. „Die aktuelle Ausstellung zeigt am Beispiel des Brandenburger Hochaltars eindrücklich und facettenreich, welche Auswirkungen die Umbrüche des 16. Jahrhunderts auf die Marienanbetung und die Schaffung von Altären und Kunstgegenstände hatte. Damit passt die diesjährige Dom-Schau sehr gut zum Europäischen Kulturerbejahr. Das vielseitige und unterschiedliche kulturelle Erbe ist Teil unserer europäischen Geschichte und Grundpfeiler unserer kulturellen Vielfalt. Das Kulturerbejahr bietet an vielen Stellen in Brandenburg, Deutschland und Europa eine einmalige Gelegenheit, die Kultur und Geschichte in Europa neu zu entdecken und mit Leben zu füllen.“

Die Ausstellung ‘500 Jahre Hochaltar im Dom zu Brandenburg oder Maria und die dritte Dimension!‘ präsentiert anlässlich des 500-jährigen Bestehens des in gotischer Bildschnitztechnik gefertigten Marienaltars auf dem Hohen Chor neue Perspektiven auf das bedeutende Kunstwerk. So zeigt der Raum ‘Mensch und Räumlichkeit‘ unterschiedliche Beispiele für bildliche Altar-Darstellungen, der Raum ‘Stoffe in Gold und Öl‘ ist der Inszenierung luxuriöser Stoffe gewidmet und der Raum ‘Holzschnitzer und Stahlträger‘ zeigt Stationen der jüngeren Geschichte des Altars. Das Kulturministerium hat die Ausstellung mit 16.000 Euro gefördert. Sie läuft bis zum 31. Oktober 2018 im Dommuseum in Brandenburg an der Havel.

Der Hochaltar des Brandenburger Doms ist 1518 vom letzten Abt von Lehnin für dessen Klosterkirche gestiftet worden. Nach der Reformation übergab Kurfürst Joachim II. ihn dem Dom zu Brandenburg. Seither steht er auf dem Hohen Chor. Unter all den Altarbildern im Dom ist es das einzige, das nie abgebaut worden ist. Der Hochaltar zählt zu den bedeutendsten Rentabeln des frühen 16. Jahrhunderts in Mittel- und Ostdeutschland und ist ein wertvolles kulturhistorisches Denkmal der Umbruchszeit im frühen 16. Jahrhundert.

Das Domstift Brandenburg ist die älteste Institution des Landes mit einer rund 850 Jahre langen Tradition. Zu seinen Aufgaben gehören die Erhaltung und Nutzung des umfangreichen historischen Gebäudeensembles aus Dom, Klausur, Kurien und Nebengebäuden, unter anderem mit Konzertreihen, einem Museum, den Gottesdiensten und den beiden Evangelischen Schulen. Jedes Jahr zieht der Dom zu Brandenburg jährlich mehr als 60.000 Besucherinnen und Besucher an. Das Dommuseum veranstaltet jedes Jahr eine große Ausstellung mit Stücken aus dem eigenen Fundus. In den vergangenen Jahren gab es beispielsweise Ausstellungen zu den Themen ‘Märkische Drahtzieher‘ über die Paramentenkunst und ‘Altlust‘ über die Wiederverwendung sakraler Baustoffe und Gegenstände. Das Land unterstützt den Erhalt des Doms mit jährlich knapp einer Million Euro.

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 finden in Brandenburg zahlreiche Veranstaltungen statt: So werden im Rahmen des Kulturland-Themenjahres unter dem Motto ‘wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa‘ rund 30 Projekte mit unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Zugängen vielfältige Perspektiven auf das europäische Kulturerbe ermöglichen. Bundesweit finden mehr als 250 Aktivitäten statt. Das Kulturerbejahr geht auf eine Initiative des 1973 gegründeten Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sowie des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Seit 2016 ist Kulturministerin Martina Münch Präsidentin des Komitees.

Weitere Informationen: www.dom-brandenburg.de

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