13.04.2018‘Tonlagen‘ zeigen Strahlkraft des neuen Landesmuseums

Neues Fenster: Bild - Logo Landesmuseum (vorläufig) - vergrößern ©Andreas Klose

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat heute anlässlich der Eröffnung der Ausstellung ‘Tonlagen‘ mit Werken von Johannes Heisig in Cottbus das im vergangenen Jahr neu gegründete Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst gewürdigt. „Im Zentrum der Johannes Heisig-Ausstellung steht das Triptychon ‘BeBerlin oder die einende Kraft der Musik‘, das sich eindrucksvoll mit historischen Ereignissen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern auseinandersetzt. Das großformatige Werk steht prominent und stellvertretend für das Potenzial der beeindruckenden Kunstsammlung vorrangig ostdeutscher Kunst des Landesmuseums. Mit dem 2017 aus dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus und dem Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) neu gebildeten Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst an zwei Standorten und einer verstärkten Landesfinanzierung können sich die beiden Museen zeitgenössischer Kunst künftig gemeinsam weiterentwickeln und zu einer neuen außergewöhnlichen Kulturinstitution für Bildende Kunst im Land und darüber hinaus werden“, so Münch. „Ich freue mich, dass wir das Landesmuseum – parallel zur Cottbuser Ausstellung – mit einer kleinen Auswahl von Werken erstmals in der Landeshauptstadt präsentieren können. Die ausgewählten fotografischen Arbeiten und Grafiken der Ausstellung ‘Von (Wesens)Verwandtschaften und (Gleich)Artigkeiten‘ beschäftigen sich insbesondere mit der Verortung von Menschen oder Figuren in räumlichen Kontexten – und geben damit spannende Einblicke in das Denken und Fühlen der Künstlerinnen und Künstler, die zum großen Teil sowohl in der DDR als auch danach künstlerisch aktiv waren und sind. Die Ausstellung soll Lust darauf machen, das Landesmuseum an seinen Standorten in Cottbus und Frankfurt (Oder) zu besuchen und zu entdecken.“

Die aktuelle Ausstellung im Kulturministerium in Potsdam, in der Werke von Tina Bara, Gerd Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Moritz Götze, Frieder Heinze, Wolfgang Henne, Ulrich Lindner, Michael Morgner, Manfred Paul, Ludwig Rauch, Michael Schade, Maria Sewcz, Hans Ticha und Claus Weidensdorfer zu sehen sind, verknüpft Fotografie und Grafik miteinander. Sie fokussiert sich auf Fragen nach Konstruktions-, Inszenierungs- und Repräsentationsmodalitäten von Raum und Figur. Das Zusammenspiel der Werke mit ihren unterschiedlichen Bildkonzepten und Ausdrucksformen ist geprägt durch das permanente Ausloten der Übergänge von Figuration und Abstraktion, die sich aus der Darstellung des Menschen entwickeln. Dreh- und Angelpunkt der Präsentation ist die Figur in räumlichen Zusammenhängen und unter den gesellschaftlichen Bedingungen, die ‘(Wesens)Verwandtschaften‘ ebenso wie ‘(Gleich)Artigkeiten‘ sichtbar machen. Kennzeichnend für die Sammlung ist der Schwerpunkt ‘Kunst aus der DDR‘ sowie Traditionslinien ostdeutscher Kunst nach 1990 im internationalen Kontext. Die Ausstellung ist bis zum 04. Mai, montags bis freitags von 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr, im zweiten Stock des Kulturministeriums zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Aus den beiden Museen Dieselkraftwerk (dkw) und Junge Kunst (MJK) wurde am 01. Juli 2017 das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst an den beiden Standorten Cottbus und Frankfurt (Oder). Das neue Landesmuseum mit seinen insgesamt mehr als 35.000 Kunstwerken wurde rechtlich in die Trägerstruktur der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) eingegliedert.  Gründungsdirektorin des neuen Museums ist die frühere dkw-Leiterin Ulrike Kremeier. Das Land hat seine Finanzierung für die neue gemeinsame Einrichtung um rund 450.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro jährlich erhöht.

Weitere Informationen: www.blmk.de

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