Ministerium

Fachabteilungen

Service

13.11.2017Hervorragendes Engagement im Denkmalschutz

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat in ihrer Funktion als Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz heute in Basel den Deutschen Preis für Denkmalschutz überreicht. Ausgezeichnet wurden zehn Persönlichkeiten und Vereine, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben.

In ihrer Ansprache würdigte Ministerin Münch besonders das ehrenamtliche Engagement beim Denkmalschutz in Deutschland: Das Engagement von vielen Ehrenamtlichen in Vereinen und Initiativen trägt maßgeblich zur Sicherung, Erhaltung, Sanierung und Nutzung von Denkmalen bei. Sanierte und belebte Denkmale machen Städte und Dörfer nicht nur attraktiver, etwa für den Kulturtourismus, sondern sind auch von großer Bedeutung für die regionale Identität und als authentische Orte wichtig für die historisch-kulturelle Bildung.“ In ihrer Rede warb Münch auch für das Europäische Kulturerbejahr 2018: Unter dem Motto ‘SHARING HERITAGE‘ wollen wir Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr einladen, die Kultur und Geschichte in Europa neu zu entdecken und mit Leben zu füllen. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in Europa und weltweit können wir mit dem Europäischen Kulturerbejahr das Verbindende unserer gemeinsamen historischen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blickpunkt rücken.“

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in Deutschland. Es können folgende Preise verliehen werden: Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring, die Silberne Halbkugel, der Journalistenpreis und der Internetpreis. Die Silbernen Halbkugeln erhielten in diesem Jahr der Verein Denkmal Kultur Mestlin (Mecklenburg-Vorpommern), der Förderverein Hofgestüt Bleesern (Sachsen-Anhalt), die Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts (Nordrhein-Westfalen), Manfred Kegel (Sachsen), die Trier Gesellschaft (Rheinland-Pfalz) und der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler (Thüringen). Den Journalistenpreis bekamen Jens Arndt und Maya Kristin Schönfelder vom Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie Ralph Baudach vom Norddeutschen Rundfunk. Der Internetpreis ging an André Winternitz. Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz wurde 1973 gegründet. Seit März 2016 ist Kulturministerin Martina Münch Präsidentin des Komitees. Im Nationalkomitee arbeiten Bund, Länder, Gemeinden, Kirchen, Fachorganisationen, Vereine und private Bürgerinitiativen zusammen und setzen sich für die Belange des Denkmalschutzes, der Baudenkmalpflege und der archäologischen und erdgeschichtlichen Denkmalpflege ein. Das Komitee verleiht jedes Jahr den Deutschen Preis für Denkmalschutz, mit dem besonderes Ehrenamt sowie journalistische Arbeiten auf diesem Gebiet gewürdigt werden.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto ‘SHARING HERITAGE‘ geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Im August 2016 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für einen Beschluss vorgelegt, im Februar und Mai 2017 haben das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat zugestimmt. In Deutschland haben die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, und Kulturstaatsministerin Monika Grütters im März 2017 in Berlin öffentlich zur Mitwirkung am Europäischen Kulturerbejahr 2018 aufgerufen. Die im Juli freigeschaltete digitale Plattform sharingheritage.de ist die zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten rund um das Kulturerbejahr.

Weitere Informationen:  www.dnk.de
www.sharingheritage.de

PM als pdf

Auswahl

Jahr
Rubrik


Zum Pressesprecher

Pressesprecher:
Stephan Breiding
Tel.: 0331 / 866 4566
Mobil: 0171 / 837 559 2
stephan.breiding@mwfk.brandenburg.de