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26.07.2017Freiwillige bauen Brücken und tragen zur Verständigung von Menschen und Ländern bei

Neues Fenster: Bild - Gedenkstätte - vergrößern ©SBG/Archiv Sachsenhausen, S. Erhard

Kulturministerin Martina Münch hat heute die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten von drei Sommer-Workcamps in der Gedenkstätte Sachsenhausen (Landkreis Oberhavel) in diesem Jahr besucht und ihr Engagement gewürdigt. „Die Gedenkstätte Sachsenhausen ist ein Erinnerungsort von herausgehobener Bedeutung. Ich begrüße es sehr, dass sich junge Menschen für den Erhalt und die Pflege dieses Ortes einsetzen und aktiv mit seiner Geschichte auseinandersetzen. Der Einsatz der Freiwilligen aus aller Welt baut wichtige Brücken des Miteinanders und trägt zur Verständigung von Menschen und Ländern bei“, so Münch. „Gedenkorte wie Sachsenhausen spielen eine zentrale Rolle für die Erinnerungskultur des Landes, die historisch-politische Aufarbeitung und die Bildung für nachfolgende Generationen. Hier wird man konkret und unmittelbar an individuelle Schicksale und menschliches Leid erinnert und kann sich kritisch mit den Ursachen, Auswirkungen und Folgen des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Gerade junge Menschen sollen für die Mechanismen eines Unrechts- und Terrorsystems sensibilisiert werden – und damit auch für die Notwendigkeit, rassistischen, antisemitischen und autoritären Stimmungen bereits früh entschlossen entgegenzutreten und sich engagiert für Demokratie, Pluralismus und Freiheit einzusetzen.“

Insgesamt 40 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren nehmen vom 24. Juli bis 02. September an den drei internationalen Sommer-Workcamps in der Gedenkstätte Sachsenhausen teil. Die Freiwilligen aus 15 Ländern – darunter Armenien, Chile, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Kroatien, Mexiko, die Niederlande, Russland, Serbien, Spanien, Tschechien – beschäftigen sich jeweils drei Wochen lang mit der Geschichte von Sachsenhausen und treffen Zeitzeugen. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem historischen Ort und den Ausstellungen leisten die Freiwilligen auch Erhaltungs- und Pflegearbeiten.

Die 1993 gegründete Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten betreut die Gedenkstätten in den ehemaligen Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück, im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden sowie die Erinnerungsorte an den Todesmarsch im Belower Wald und für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel. Außerdem verwaltet sie treuhänderisch die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam. Das Land Brandenburg fördert die Arbeit der Stiftung in diesem Jahr mit 3,53 Millionen Euro.

Weitere Informationen:  www.stiftung-bg.de

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