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16.07.2017Oderbruch im Kulturwandel

Neues Fenster: Bild - Ministerin Martina Münch - vergrößern ©MWFK

Kulturministerin Martina Münch hat heute im Oderbruch Museum Altranft (Landkreis Märkisch-Oderland) die Ausstellung ‘Das Bruch und sein Wasser‘ eröffnet und den kulturellen Umbauprozess des Museums und der Region gewürdigt. „Die neue Ausstellung rund um das Thema ‘Wasser’ greift historische Ereignisse auf, von deren Auswirkungen viele Menschen in der Region betroffen waren – vom Beginn des systematischen Deichbaus vor 300 Jahren bis zum verheerenden Oderhochwasser vor 20 Jahren“, so Münch. „Die aktuelle Ausstellung ist nicht nur spannend, sie markiert auch einen wichtigen Schritt im derzeit laufenden Entwicklungs- und Transformationsprozess des Museums in Altranft. Das Museum plant nicht nur neue Ausstellungen und innovative Vermittlungsformate, um Besucher anzulocken – es entwickelt auch Konzepte, um die Menschen vor Ort, Vereine, Musikschulen, bildende Künstler, Tourismusanbieter und engagierte Betriebe unmittelbar und aktiv in die Museumsarbeit einzubeziehen. Mit dem Aufbau eines kulturellen Netzwerks ist das Museum ein Vorreiter und nimmt eine zentrale Rolle bei der kulturellen Entwicklung der gesamten Region ein. Der Entwicklungsprozess in Altranft fügt sich sehr gut ein in die Anstrengungen des Landes, unsere reichhaltige Museumslandschaft weiter zu entwickeln und damit die touristische Attraktivität des Landes zu steigern.“

Das Museum präsentiert in seiner diesjährigen Ausstellung das Wassersystem im Oderbruch mit seinen Gräben, den alten Oderarmen, den Deichen, Schöpfwerken, Wehren und Stauen sowie das Leben der Menschen dort. Das Oderbruch Museum Altranft befindet sich in einer Transformationsphase. Aus dem von der Schließung bedrohten Freilichtmuseum Altranft soll in den kommenden Jahren im Rahmen des Bundesprogramms ‘TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel‘ eine Werkstatt für Ländliche Kultur werden, die sich der regionalen Identität und Entwicklung widmet. Zentrales Thema des Museums ist das Oderbruch, das das Museum gemeinsam mit Menschen und Einrichtungen gemeinsam entwickeln und mit verschiedenen Kulturprojekten, Bildungsangeboten, Veranstaltungen und Ausstellungen präsentieren und erlebbar machen will. Träger der neuen Einrichtung ist der Museumsverein Altranft, der im November 2015 vom Kreis Märkisch-Oderland und der Stadt Bad Freienwalde sowie weiteren Vereinen und Institutionen gegründet wurde.

Die Kulturstiftung des Bundes finanziert diesen Transformationsprozess über fünf Jahre mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Das Kulturministerium unterstützt die Neuausrichtung der Museumssammlung in diesem und im vergangenen Jahr mit insgesamt 45.000 Euro. Die Kulturstiftung des Bundes investiert im Rahmen des Programms ‘TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel‘ insgesamt 13,5 Millionen Euro in vier ländliche Modellregionen, darunter das Oderbruch. Damit sollen Konzepte für eine Transformation der kulturellen Infrastruktur in ländlichen Gebieten entwickelt und umgesetzt werden, die auf den demografischen Wandel reagieren.

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