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10.07.2017Stärkung von Chancengleichheit und Familienorientierung

Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute in Potsdam gemeinsam mit der Präsidentin der TH Brandenburg, Burghilde Wieneke-Toutaoui, als Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz die Vereinbarung ‘Qualitätsstandards für Chancengleichheit und Familienorientierung an den brandenburgischen Hochschulen‘ unterzeichnet. Wissenschaftsministerin Münch betonte bei der Unterzeichnung, dass Frauen auf ihrem Karriereweg künftig noch gezielter gefördert und ihr Potenzial im Wissenschaftsbereich stärker ausgeschöpft werden sollen. „Wir möchten junge Frauen auf ihrem Karriereweg in der Wissenschaft bis hin zu Führungspositionen an den brandenburgischen Hochschulen ermutigen und ihnen eine Perspektive in Brandenburg bieten. Mit der ersten Vereinbarung zu Qualitätsstandards für Chancengleichheit und Familienorientierung an den Hochschulen im Jahr 2010 haben wir seinerzeit bundesweit Geschichte geschrieben“, so Münch. „Ich begrüße es sehr, dass die Hochschulen ihre erfolgreichen Anstrengungen der vergangenen Jahre fortsetzen und sich auch künftig an Förderprogrammen für Studentinnen und Wissenschaftlerinnen beteiligen, sie auf ihrem Karriereweg beraten und unterstützen sowie Angebote entwickeln, um qualifizierte Frauen dauerhaft im Wissenschaftsbereich zu gewinnen und zu halten. Gute Rahmenbedingungen bei Chancengleichheit, Gleichstellung sowie Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie tragen wesentlich zur Attraktivität von Hochschulen bei und spielen auch im Wettbewerb mit anderen Hochschulen – etwa bei der Werbung um Drittmittel oder die Gewinnung der besten Köpfe für Lehre und Forschung – eine immer wichtigere Rolle.“

Bereits 2008 wurde erstmals ein ‘Qualitätsversprechen Kinder und Karriere‘ mit Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf vereinbart. Im Jahr 2010 unterzeichneten das Wissenschaftsministerium und die Landesrektorenkonferenz erstmals eine Vereinbarung über ‘Qualitätsstandards zur Chancengleichheit von Frauen und Männern an den brandenburgischen Hochschulen‘. Darin verständigten sich beide Seiten auf Maßnahmen, die dazu beitragen sollten, das Potenzial der Frauen im Wissenschaftsbereich noch stärker auszuschöpfen und diese in ihrer akademischen Laufbahn zu unterstützen. Um das bisher Erreichte zu verstetigen, aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen und weiterführende Standards zu entwickeln, haben die Brandenburgische Landesrektorenkonferenz, die Gleichstellungsbeauftragten und Familienbeauftragten der Hochschulen sowie das Wissenschaftsministerium neue Qualitätsstandards erarbeitet. Wesentliche Aspekte der weiter entwickelten Qualitätsstandards sind unter anderem

  • die Orientierung der Hochschulen an den Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft,
  • die Verantwortung der Hochschulleitungen für eine Führungskultur, die auf Chancengleichheit und Familienorientierung abzielt,
  • die Sicherung und Weiterentwicklung gleichstellungs- und familienbezogener Kompetenzen der Führungskräfte in den Hochschulen,
  • ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in Hochschulgremien sowie
  • die Gewährleistung von geschlechtergerechten und familienorientierten Arbeitsbedingungen an den Wissenschaftseinrichtungen.

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