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28.06.2017Ein neues Dach für mehr als 35.000 Kunstwerke

Neues Fenster: Bild - Logo Landesmuseum (vorläufig) - vergrößern ©Andreas Klose

Kulturministerin Martina Münch begrüßt die heutige Entscheidung des Brandenburger Landtags zum Gesetz zur Bildung der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder). Das Gesetz ist die Grundlage für die Fusion der Museen Dieselkraftwerk (dkw) und Junge Kunst (MJK) zum Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst. An dem Festakt am 01. Juli 2017 in den beiden Städten Cottbus und Frankfurt (Oder) wird auch Ministerin Münch teilnehmen.

Kulturministerin Münch betont die Bedeutung der Fusion für die Kunstlandschaft Brandenburgs: „Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus und das Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) haben in den vergangenen Jahrzehnten beeindruckende Kunstsammlungen vorrangig ostdeutscher Kunst zusammengetragen. Mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst an zwei Standorten wollen wir die beiden Museen zeitgenössischer Kunst gemeinsam etablieren und zu einer neuen außergewöhnlichen Kulturinstitution im Land und darüber hinaus werden lassen. Damit entstehen vielfältige neue Möglichkeiten für die kunstwissenschaftliche Forschung, die kulturelle Bildung, die Kunstvermittlung und das überregionale Marketing“, so Münch. „Zugleich erhöht die Landesregierung ihre bisherige Finanzierung der beiden Museumsstandorte ab dem kommenden Jahr um rund 450.000 Euro auf künftig 1,3 Millionen Euro jährlich für die neue gemeinsame Einrichtung. Dies ist auch vor dem Hintergrund der geplanten Kreisgebietsreform ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der beiden Oberzentren.“

Beide Museen mit ihren zusammen mehr als 35.000 Kunstwerken werden rechtlich künftig in die Trägerstruktur der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) eingegliedert. Aufgabe der Stiftung, zu der auch das Staatstheater Cottbus gehört, ist die Führung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst unter der Maßgabe, die Kunstsammlungen des dkw und des MJK zu bewahren, zu pflegen, zu erforschen und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Außerdem sollen der Sammlungsbestand in Ausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt sowie Aktivitäten im Bereich der kulturellen Bildung angeboten werden. Gründungsdirektorin des neuen Museums wird die jetzige dkw-Leiterin Ulrike Kremeier. Mit der gemeinsamen Ausstellung ‘Schlaglichter. Sammlungsgeschichte(n)‘ haben die beiden Kunstmuseen im Januar 2017 als Ausblick auf die Fusion einen wechselseitigen Einblick in ihre eindrucksvollen Sammlungen mit bekannten Werken aus den Depots und dem Archiv sowie vergessenen, unterschätzten oder unbekannten Kunstwerken gewährt. Der Startschuss für das neue Landesmuseum fällt im Rahmen eines Festprogramms unter dem Motto ‘KUNSTinFUSION‘ am 01. Juli in den beiden Städten Cottbus und Frankfurt (Oder). An diesem Tag wird auch die Ergänzungsvereinbarung zum bestehenden Finanzierungs-Abkommen zwischen dem Land Brandenburg und den beiden Städten Cottbus und Frankfurt (Oder), in dem die künftige Finanzierung der Stiftung geregelt wird, unterzeichnet.

Weitere Informationen: www.blmk.de

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