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24.05.2017Preußische Schlösser und Gärten in Eriwan

Brandenburgs Wissenschafts- und Kulturministerin Martina Münch hat zum Ende ihres offiziellen Besuchs in der Republik Armenien eine positive Bilanz der Reise gezogen. „Es gibt inzwischen vielfältige und fruchtbringende Kontakte zwischen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen beider Länder – das haben die Veranstaltungen, Treffen und Workshops in den vergangenen Tagen gezeigt. Von den guten Kontakten und gegenseitigen Impulsen werden sowohl Brandenburg als auch Armenien in Zukunft profitieren. Ich freue mich sehr, dass wir mit einer Ausstellung über die preußischen Schlösser und Gärten in der Nationalgalerie auch ein einzigartiges Stück Brandenburg nach Armenien bringen konnten“, so Ministerin Münch. „Ich begrüße es auch, dass die Forschungs- und Begegnungsstätte Lepsiushaus ihre Zusammenarbeit mit der Staatlichen Universität Eriwan bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung der systematischen Vertreibungen und Massaker, denen die armenische Bevölkerung im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs ausgesetzt war, verstärken will. Ich bin davon überzeugt, dass die offene Aufarbeitung historischer Verbrechen, ihre Dokumentation und das Gedenken an die Opfer die Annäherung und Versöhnung zwischen den Menschen und Völkern voranbringen kann.“

Ministerin Münch hat sich vom 22. bis 25. Mai in Armenien mit Kulturminister Armen Amiryan sowie dem für Wissenschaft zuständigen Bildungsminister Levon Mkrtchyan zu Gesprächen getroffen. Zudem hat sie verschiedene Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen besucht, darunter das Zentralarchiv für alte armenische Handschriften, die Staatliche Universität Eriwan und die Beobachtungsstation des Physikalischen Instituts Jerewan am Aragaz, die Fotoausstellung „Preußische Schlösser und Gärten“ in der Armenischen Nationalgalerie eröffnet und einen Kranz am Mahnmal Tsitsernakaberd zum Gedenken an die Opfer des Völkermords niedergelegt. Im April 2016 hatte eine armenische Regierungsdelegation Deutschland und Brandenburg besucht. Dabei hatten Kulturministerin Münch und die damalige armenische Kulturministerin Hasmik Poghosyan eine gemeinsame Absichtserklärung über eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Kultur unterzeichnet.

Im Rahmen des Besuchs fand auch der zweitägige ‘Armenia – Brandenburg Workshop on Scientific Collaboration and Common Interests in the Physical Sciences‘ statt. Dabei haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Elektronen-Synchrotrons Zeuthen (DESY), der Universität Potsdam, des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP), des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ), des Instituts AANL (Yerevan Physical Institut), der armenischen Akademie der Wissenschaften und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) über aktuelle physikalische und astrophysikalische Fragestellungen ausgetauscht. Bei einem weiteren Workshop der FH Potsdam ging es um die zivile Konfliktbearbeitung in der Kaukasus-Region und um mögliche Lösungsstrategien.

Außerdem hat das Potsdamer Lepsiushaus mit der Staatlichen Universität Eriwan einen Kooperationsvertrag zur verstärkten wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Einrichtungen abgeschlossen. Die Forschungs- und Begegnungsstätte Lepsiushaus beschäftigt sich, unter besonderer Schwerpunktsetzung auf die Geschichte des armenischen Volkes, mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts.

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