Ministerium

Fachabteilungen

Service

21.05.2017Museen steigern Attraktivität des Landes

Neues Fenster: Bild - Museen - vergrößern ©Museumsverband des Landes BRB e.V.

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute anlässlich des 40. Internationalen Museumstags die neue Dauerausstellung im Kloster Stift zum Heiligengrabe (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) eröffnet und die Bedeutung der Museen im Land bekräftigt. „Das Kloster Stift zum Heiligengrabe repräsentiert mehr als 700 Jahre brandenburgischer Kultur- und Religionsgeschichte und ist damit ein herausragender musealer Ort im Land. Sowohl seine Exponate als auch die Sammlungen in den weiteren rund 400 Museen tragen wesentlich dazu bei, das kulturelle Erbe zu bewahren, zu pflegen und an künftige Generationen weiterzugeben“, so Gutheil. „In den vergangenen Jahren ist es uns mit zahlreichen Investitionen gelungen, kulturelle Orte weiter zu entwickeln und damit die touristische Attraktivität des Landes zu steigern. Daran haben die Museen einen maßgeblichen Anteil. Denkmäler wurden aufwändig restauriert, so zum Beispiel das reformationsgeschichtliche Museum in Mühlberg. Historische Gebäude wurden durch Neubauten ergänzt und verhalfen Kulturstandorten zu neuem Glanz – dafür steht unter anderem das Museum in Neuruppin. Und Ausstellungen wurden neu konzeptioniert, wie etwa die neue Dauerausstellung in Heiligengrabe. Mit Erfolg: Jährlich rund 3,8 Millionen Besucherinnen und Besucher in den 400 Brandenburger Museen belegen das große Interesse an ihren Informations- und Bildungsangeboten. Ich freue mich, dass wir diese erfolgreiche Arbeit der Museen ab diesem Jahr im Rahmen unseres neuen Museumsförderprogramms ‘Kulturelle Anker‘ mit zusätzlich 250.000 Euro fördern können.“

Die neue Dauerausstellung im Abteigebäude des Klosters Stift zum Heiligengrabe zeigt die Geschichte des Ortes und der Region vom 13. bis 20. Jahrhundert. Der erste Teil der Ausstellung stellt die Historie des Ortes und des Klosters bis ins 20. Jahrhundert dar. Der zweite Teil der Präsentation zur Geschichte des alten Museums soll im kommenden Jahr eröffnet werden. Das Kulturministerium hat den ersten Teil der neuen Dauerausstellung mit 22.000 Euro gefördert.

Der Internationale Museumstag, 1977 vom Internationalen Museumsrat ICOM ins Leben gerufen, steht in diesem Jahr unter dem Motto ‘Spurensuche. Mut zur Verantwortung‘. Landesweit beteiligen sich daran in diesem Jahr mehr als 70 Einrichtungen mit speziellen Veranstaltungen, Führungen und Sonderaktionen, um auf die Bedeutung und die Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen.

Das Stift zum Heiligengrabe wurde 1287 als Kloster der Zisterzienserinnen gegründet. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickelte sich das Kloster zu einem Wallfahrtsort. Im Jahr 1549 nahmen die Nonnen die evangelische Kirchenordnung an, das Kloster wurde in der Folge zu einem evangelischen Damenstift. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen aus Schlesien vertriebene Diakonissen die Gebäude. Im Jahr 1996 wurde ein neuer Konvent gegründet. Die Klosteranlage gilt als besterhaltene in Brandenburg und wurde 1998 von der Bundesregierung als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt. Bund und Land haben die Wiederherstellung der Anlage mit mehr als vier Millionen Euro gefördert. Im vergangenen Jahr haben die Heiligengraber Äbtissinnen den Deutschen Preis für Denkmalschutz für ihr jahrzehntelanges Engagement zur Sicherung und Wiederherstellung des teilweise stark gefährdeten Klosterensembles erhalten.

Weitere Informationen: www.museumstag.de

PM als pdf

Auswahl

Jahr
Rubrik


Zum Pressesprecher

Pressesprecher:
Stephan Breiding
Tel.: 0331 / 866 4566
Mobil: 0171 / 837 559 2
stephan.breiding@mwfk.brandenburg.de