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16.05.2017Freiheit der Gedanken, Worte und Bilder

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute im Kulturministerium in Potsdam die Ausstellung ‘Kaum zu glauben!‘ eröffnet, in der sich Karikaturisten aus ganz Deutschland vor dem Hintergrund des 500. Reformationsjubiläums mit Fragen des Glaubens auseinandersetzen. Sie würdigte anlässlich der Eröffnung die Bedeutung von Satire in einer freien Gesellschaft. „Die Terroranschläge der vergangenen Jahre richteten sich nicht nur gegen Menschen, sie richteten sich auch gegen das freie Bild und das freie Wort, gegen die Freiheit der Kunst und die Freiheit der Gedanken – das betraf und betrifft auch Cartoonisten und Karikaturisten, wie etwa beim Anschlag auf Charlie Hebdo im Jahr 2015“, so Gutheil. „Satire lebt von der Übertreibung und Zuspitzung, von Ironie und Spott, greift gerne auf Metaphern und Klischees zurück. Satire macht Widersprüche deutlich, entlarvt Missstände und Unzulänglichkeiten, regt zu kritischem Hinterfragen an und schiebt Denkprozesse an. Diese Freiheit gilt es zu schützen gegenüber allen, die sie einschränken wollen – egal, ob sie im Namen einer Religion oder des ‘Abendlandes‘ auftreten.“

Rund 50 Zeichnerinnen und Zeichner aus ganz Deutschland, darunter Axel Bierwolf, Barbara Henniger, Til Mette, Reiner Schwalme und Klaus Stuttmann, stellen sich mit ihren Arbeiten den Fragen, welchen Einfluss Glauben und Religion in unserem Alltag und in der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen haben und welche Wertevorstellungen unsere Gesellschaft formt. Wem glaubt man heutzutage noch – den Medien, den Politikern, den Parteien, den Fanatikern, den Populisten? An was glauben die Menschen – an sich selbst, an die Zukunft, an Verschwörungstheorien, an den Fortschritt, an Gott und wenn ja, an welchen?

Die Schau ist ein Projekt des Vereins Cartoonlobby. Der bundesweite Verband von Karikaturisten, Cartoonisten und satirischen Zeichnern, 2008 in Königs Wusterhausen gegründet, greift immer wieder aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft auf und präsentiert dazu aktuelle Ausstellungen. Die Cartoonlobby betreibt zudem das Cartoon-Museum in Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald). Das Cartoonmuseum zeigt von Mai bis Oktober 2017 in seiner Trilogie „Glaube – Liebe – Hoffnung“ ebenfalls Karikaturen zum Reformationsjubiläum. Mehr als 50 Zeichnerinnen und Zeichner der Cartoonlobby aus ganz Deutschland sind mit 120 Arbeiten in der Sonderausstellung des Museums vertreten.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni 2017, montags bis freitags, von 07.00 bis 17.30 Uhr, im zweiten Stock des Kulturministeriums zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur zeigt regelmäßig Ausstellungen. Zuletzt waren die Ausstellungen ‘Gottesgnaden‘ mit Malerei und Zeichnung von Bettina Hünicke, ‘Bruder Luther‘ des Kleinmachnower Malers, Grafikers und Cartoonisten Rainer Ehrt, ‘Komm doch mit‘ mit Malerei und Stahlplastiken der Borkwalder Künstlerin Heike Cybulski, ‘Ich und Kaminski – Die Bilder zum Film‘ von Manfred Gruber, sowie ‘Fenster ins Universum‘ mit faszinierenden astronomischen Aufnahmen aus dem Weltall zu sehen.

Weitere Informationen: www.cartoonlobby.de

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