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10.05.2017Fontane-Archiv ist modernes Literaturarchiv und anerkannte wissenschaftliche Einrichtung

Wissenschafts- und Kulturministerin Martina Münch hat heute in Potsdam die Leiterin des Theodor-Fontane-Archivs, Hanna Delf von Wolzogen, offiziell in den Ruhestand verabschiedet und ihre Leistungen in mehr als 20-jähriger Tätigkeit für das Archiv gewürdigt. „Hanna Delf von Wolzogen hat sich in ihrer jahrzehntelangen wissenschaftlichen Tätigkeit und als Leiterin des Theodor-Fontane-Archivs um die Fontane-Forschung verdient gemacht. Seit 1996 hat sie es kontinuierlich und erfolgreich zu einem modernen Literaturarchiv, einer anerkannten wissenschaftlichen Einrichtung und einer öffentlich wahrnehmbaren Gedächtnisinstitution ausgebaut. Dass das Fontane-Archiv mittlerweile zu den bedeutendsten Literatureinrichtungen des Landes Brandenburg gehört, ist maßgeblich Hanna Delf von Wolzogen zu verdanken“, so Münch. „Im Jahr 2019 feiern wir den 200. Geburtstag des märkischen Dichters – das Fontane-Archiv ist dabei einer der zentralen Partner des Landes. Mit den Jubiläumsveranstaltungen wollen wir Brandenburg bundesweit und darüber hinaus ins Blickfeld rücken. Das Jubiläum wird das Land in all seinen Facetten berühren – von der Kultur und Wissenschaft über die Schule bis hin zum Tourismus.“

Die 1951 geborene Hanna Delf von Wolzogen studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Psychoanalyse in Gießen, Frankfurt am Main und Heidelberg. Von 1985 bis 1988 war sie Joseph-Buchmann-Stipendiatin der Universitäten Tel Aviv und Frankfurt am Main. Sie promovierte über Gustav Landauers Schriften zum Judentum. Im Jahr 1996 übernahm sie das Theodor-Fontane-Archiv. Zum 01. April ging sie in den Ruhestand. Ihr Nachfolger ist Peer Trilcke, der im Institut für Germanistik der Universität Potsdam die Juniorprofessur für deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts mit dem Schwerpunkt Theodor Fontane innehat.

Das 1935 gegründete Theodor-Fontane-Archiv sammelt Handschriften, Dokumente und andere Zeugnisse zu Fontane und seiner Zeit, bewahrt, erschließt und präsentiert sie. Seine Bestände umfassen derzeit etwa 20.000 Originalhandschriften Fontanes und seines Umfeldes. Im Jahr 2007 bezog das Fontane-Archiv die Villa Quandt am Neuen Garten, seit 2014 ist es in die Universität Potsdam integriert.

Im Jahr 2019 wird es zum 200. Geburtstag des märkischen Dichters und Schriftstellers Theodor Fontane unter dem Titel ‘Fontane.200‘ landesweite Veranstaltungen in Brandenburg geben. Die Landesregierung stellt dafür von 2017 bis 2020 zusätzlich rund 1,84 Millionen Euro bereit. Die Universität Potsdam mit dem Theodor-Fontane-Archiv wird dazu wissenschaftliche Formate entwickeln.

Weitere Informationen: www.fontanearchiv.de

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