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19.02.2017Gedenk- und Erinnerungsort Jamlitz-Lieberose wird erweitert

Wann: Montag, 20. Februar, 10.00 Uhr

Wo: Staatskanzlei, Raum 150, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam

Wer: Kulturministerin Martina Münch

Günter Morsch, Direktor der Gedenkstättenstiftung

Martin Bennis, Architekt und Stadtplaner

Was: Erstmals werden im Rahmen eines Pressefrühstücks auf Einladung des Regierungssprechers die Pläne zur Erweiterung des Gedenk- und Erinnerungsortes Jamlitz-Lieberose auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Lieberose im Landkreis Dahme-Spreewald öffentlich präsentiert. Eine neunköpfige Jury hatte das Projekt von Martin Bennis aus fünf eingereichten Anträgen ausgewählt. Das Kulturministerium hat den Wettbewerb mit 10.000 Euro finanziert und wird den Aufbau des neuen Gedenkortes mit 70.000 Euro fördern.

Das Kulturministerium, die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, der Zentralrat der Juden, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Amt Lieberose hatten die Erweiterung der Dokumentations- und Gedenkstätte als Reaktion auf die beiden Anschläge im Mai vergangenen Jahres beschlossen. Das Außenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen in Jamlitz wurde 1943 errichtet. Die bis zu 10.0000 Häftlinge, die bis zur Auflösung des Lagers Anfang Februar 1945 unter mörderischen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten, waren überwiegend Juden. Bei der Auflösung des Lagers 1945 wurden 1.342 kranke und marschunfähige Häftlinge erschossen. Rund 1.500 Häftlinge trieb die SS auf einen Todesmarsch nach Sachsenhausen, in dessen Verlauf weitere Häftlinge umkamen oder erschossen wurden.

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