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12.12.2014Am Dienstag startet BRAIN in Brandenburg: Ambitionierte Forschungsprojekte fördern Internationalisierung der Hochschullandschaft

In der kommenden Woche startet im Land Brandenburg offiziell das neue BRAIN-Förderprogramm. Wissenschaftsministerin Sabine Kunst begrüßt am kommenden Dienstag, 16. Dezember, im Rahmen einer Feierstunde in Potsdam die in diesem Jahr erstmals ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten. Zehn Post-Doktoranden beginnen in diesen Tagen ihre Arbeit an mehreren brandenburgischen Hochschulen. 

Die Themen der Forschungsprojekte der Wissenschaftler sind vielfältig: Sie reichen von der Erforschung eines Impfstoffes gegen Salmonellen, über die Diagnose und Therapie der Infektionskrankheit Leishmaniose bis zur Entstehung skandinavischer Hochplateaus, oder zur Rolle örtlicher Verwaltungen in Afrika bei Maßnahmen zum Klimawandel.

Drei hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und sieben hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler haben sich im erstmaligen BRAIN-Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Sie kommen aus Australien, Frankreich, Indien, Italien, Kamerun, den Niederlanden, Pakistan, Portugal, Serbien und Spanien. Gasthochschulen sind die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Technische Hochschule Wildau.

Wissenschaftsministerin Sabine Kunst sagt: „BRAIN trägt zu einer noch stärkeren Internationalisierung der Brandenburgischen Hochschullandschaft bei. Mit dem Programm kommen hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt hierher und realisieren in Zusammenarbeit mit den gastgebenden Hochschulen ambitionierte Forschungsprojekte. Die Stipendiaten lernen dadurch auch die Potenziale der Brandenburgischen Wissenschaft kennen.“

BRAIN – Brandenburg Research Academy and International Network“ richtet sich an Wissenschaftler nichtdeutscher Nationalität, die im Rahmen des Programms für zwei Jahre gefördert werden. Das Programm wurde gemeinsam mit den Brandenburgischen Hochschulen konzipiert und wird im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (COFUND / Marie-Curie-Maßnahmen) kofinanziert.

Die Wissenschaftler erhalten Gelegenheit, während ihres Stipendienaufenthaltes an einem umfangreichen Begleitprogramm teilzunehmen. Dazu gehören Fortbildungs- und Coachingangebote zum Erwerb ergänzender Qualifikationen und ein vielfältiges Veranstaltungsangebot (Symposien, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen). Die Stipendiaten lernen die Brandenburgische Wissenschaftslandschaft in ihrer ganzen Breite kennen. Ein Ziel des Programmes ist es, die Verbindung zu den Hochschulen und Instituten auch über die Dauer des Stipendiums hinaus beizubehalten.  

Hinweis:

Die offizielle Begrüßungsveranstaltung findet am Dienstag, 16. Dezember 2014, 16 Uhr, im Gewölbesaal (Kutschstall) des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) Am Neuen Markt 9 in Potsdam statt. Hierzu sind die Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Bitte beachten Sie: Die Redebeiträge erfolgen in englischer Sprache.

Übersicht BRAIN

The Brandenburg Research Academy and International Network

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2014 – 2016

Dr. Aamir Ali (Pakistan)

Fachgebiet: Biotechnologie, Veterinärmedizin

Gasthochschule: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Fakultät für Naturwissenschaften (Prof. Dr. Peter Schierack)

In seinem Projekt „Salmonellosis Control“ wird sich Herr Dr. Ali der Erforschung eines Impfstoffes gegen Salmonellen widmen. Er verfolgt dabei einen neuartigen Ansatz zur Bekämpfung und Prävention einer der weltweit verbreitetsten bakteriellen Infektionskrankheiten.

 

Dr. Boban Arsenijevic (Serbien)

Fachgebiet: Linguistik (insbesondere Syntax und Semantik der Slawischen Sprachen, Biolinguistik, Evolution der Sprache, vergleichende Kognitionswissenschaften)

Gasthochschule: Universität Potsdam, Department Linguistik

(Prof. Dr. Gisbert Fanselow)

Herr Dr. Arsenijevic wird während seines Stipendienaufenthaltes im Bereich der theoretischen Syntaktik und Semantik forschen. Er untersucht in seinem Projekt mit dem Titel „Relative Strategies“ insbesondere das sprachliche Phänomen der Rekursion, d.h. der wiederholten Einbettung einer syntaktischen Konstruktion in eine ähnliche syntaktische Konstruktion.

 

Dr. Sofia Júdice da Costa Cortes (Portugal)

Fachgebiet: Biologie, Biomedizin/Biotechnologie, Parasitologie

Gasthochschule: Technische Hochschule Wildau (FH), Institut für Molekulare Biotechnologie und Funktionelle Genomik (Prof. Dr. Markus Frohme)

Frau Dr. Cortes wird in ihrem Projekt „Biomarkers in Leishmania spp. – A hybrid based strategy” nach Biomarkern von Parasiten forschen, die als Auslöser der vor allem in den Tropen verbreiteten Infektionskrankheit Leishmaniose gelten. Ziel ist die Verbesserung von Diagnose und Therapie der Krankheit.

 

Dr. Laure Guilbert (Frankreich)

Fachgebiet: Geschichte/zeitgenössische Geschichte; Sozial- und Kulturwissenschaften/ Kulturgeschichte, darstellende Künste (insbesondere Musik und Tanz)

Gasthochschule: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Axel-Springer-Stiftungslehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration (Prof. Dr. Kerstin Schoor)

Frau Dr. Guilbert forscht unter dem Titel „Migrant Dancing. Exile and Diasporas of the German and Austrian Choreographic world 1933-1945” zu einem sehr interdisziplinären Thema zwischen Kulturwissenschaft, Exilstudien und darstellender Kunst.

 

Dr. John Jansen (Australien/Niederlande)

Fachgebiet: Geowissenschaften, insbesondere Geomorphologie, Sedimentologie

Gasthochschule: Universität Potsdam, Institut für Erd- und Umweltwissenschaften (Prof. Dr. Oliver Korup)

Herr Dr. Jansen wird sich während seines Stipendienaufenthalts unter dem Projekttitel “Scandinavian mountain plateaux: tectonic or climatic origins?” der Frage widmen, inwieweit die skandinavischen Hochplateaus durch Tektonik oder eher durch Frostverwitterungsprozesse geschaffen wurden.

 

Dr. Jaconette Mirck (Niederlande)

Fachgebiet: Umwelt- und Forstwissenschaften, Biologie

Gasthochschule: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Lehrstuhl Bodenschutz und Rekultivierung (Prof. Dr. Dirk Freese)

In ihrem Forschungsprojekt mit dem Titel “Agroforestry: An Approach to Diversify Agricultural Landscapes, Mitigate Greenhouse Gasses and Conserve Water” beschäftigt sich Frau Dr. Mirck mit den Auswirkungen der Agroforstwirtschaft auf Ökosysteme.

 

Dr. Emmanuel Nuesiri (Kamerun)

Fachgebiet: Umweltwissenschaften, Geologie, politische Ökologie

Gasthochschule: Universität Potsdam, Lehrstuhl für Internationale Politik

(Prof. Dr. Harald Fuhr)

Herr Dr. Nuesiri wird sich in seinem Forschungsprojekt mit dem Titel “Local government authorities in Africa and climate change governance” mit der Rolle örtlicher Verwaltungen in Afrika bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel auseinandersetzen.

 

Dr. Giovanni Picker (Italien)

Fachgebiet: Politikwissenschaften, Soziologie (insbesondere Urbane Studien, Historische und Vergleichende Soziologie)

Gasthochschule: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder, Lehrstuhl für Vergleichende Mitteleuropastudien (Prof. Dr. Michal Buchowski)

Herr Dr. Picker beschäftigt sich aus dem Blickwinkel urbaner Anthropologie und Soziologie mit der ethnischen Minderheit der Roma. In den zwei Jahren seines BRAIN-Stipendienaufenthaltes will er unter dem Arbeitstitel “Re-listening to the Wind of Change: a comparative historical analysis of Roma governance in Italy and Romania between 1965 and 2010” eine vergleichende historische Analyse des staatlichen Umgangs mit den Roma in Italien und Rumänien während des Zeitraums von 1965 bis 2010 vornehmen. Damit beabsichtigt er die Unterschiede im staatlichen Umgang mit ethnischen Minderheiten in West- und Osteuropa herauszuarbeiten.

 

Dr. Suchand Sandeep Chandramathi Sukumaran (Indien)

Fachgebiet: Physik (insbesondere Photonik, Quantenoptik, nichtlineare Spektroskopie)

Gasthochschule: Universität Potsdam, Institut für Physik und Astronomie

(Prof. Dr. Matias Bargheer)

Der Titel des Forschungsvorhabens von Dr. Sukumaran lautet „Energy transfer, charge separation, ultrafast dynamics and carrier multiplication in structured quantum-dot solids - Application towards a third generation solar cell“. Er wird sich mit seiner Forschung an einer „Solarzelle der dritten Generation“ einer Arbeitsgruppe im Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam anschließen.

 

Dr. Miguel Taín Guzmán (Spanien)

Fachgebiet: Kunst- und Architekturgeschichte, insbesondere Kunst des Barock, Kulturerbe

Gasthochschule: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Lehrstuhl Baugeschichte (Prof. Dr. Klaus Rheidt)

Herr Dr. Taín Guzmán beabsichtigt, in seinem Projekt „Imagines Catedralis Eclesiae Compostellanae (ICEC)”die bildnerische Darstellung der Kathedrale von Santiago de Compostela zu systematisieren, auszuwerten und für die weitere wissenschaftliche Nutzung aufzubereiten.

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