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Herrschaft, Alltag und Widerstand in der DDR

Neues Fenster: Bild - Gedenkstätte Lindenstraße - vergrößern ©Gedenkstätte Lindenstraße 54/55

Die Potsdamer„Gedenkstätte Lindenstraße 54/55" für die Opfer politscher Gewalt im 20. Jahrhundert“ ist ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer politischer Gewalt in beiden deutschen Diktaturen und beschäftigt sich zugleich mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der friedlichen Revolution 1989. Das ehemalige Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit für den Bezirk Potsdam wurde Anfang 1990 von den demokratischen Bewegungen und Parteien aus Potsdam als „Haus der Demokratie“ übernommen. Bis 1952 diente das Gebäude als Untersuchungsgefängnis und Ort der Urteilsverkündung der sowjetischen Besatzungsmacht. Von 1933 bis 1945 waren hier Verfolgte des NS-Regimes inhaftiert. In Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam konnten u.a. die Ausstellungsmodule zur Geschichte des sowjetischen Geheimdienstgefängnisses (1945 - 1952), zum Stasi-Untersuchungsgefängnis (1952 bis 1989) und zum „Haus der Demokratie“ (1990) neu erarbeitet werden.

Neben der Geschichte von Repression, Widerstand und Verfolgung ist der Aufarbeitung und Präsentation der Alltagsgeschichte im Hinblick auf die DDR ein hoher Stellenwert einzuräumen. Erst über die Aufarbeitung und Hörstation MfS ©Gedenkstätte LindenstraßeDarstellung der Alltagsgeschichte kann einseitigen Darstellungen der Geschichte der DDR vorgebeugt werden. So befasst sich in Eisenhüttenstadt das „Dokumentationszentrum Alltagskultur in der DDR“ in seiner Ausstellung anhand spezifischer Gegenstände aus dem Alltag mit unterschiedlichen Aspekten aus dem Leben in der DDR. Dabei werden politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen angesprochen. Das Dokumentationszentrum wird gefördert vom Land Brandenburg, dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Eisenhüttenstadt. Das „Kunstarchiv Beeskow“ verweist als Dokumentationsstelle zur bildenden Kunst in der DDR auf die gesellschaftliche Funktion der Kunst im Herrschaftssystem der DDR. Die Präsentation der Auftragskunst und ihre Problematisierung, aber auch der Hinweis auf die in ihr teilweise versteckten Botschaften der Künstler verweisen direkt auf das Alltagsleben der Menschen in der DDR. 

Kontakt - Referat 35

Referat 35
Archive, Bildende Kunst, Literatur

Referatsleiterin:
Nicola-Maria Bückmann
Telefon: 0331 / 866 49 30
nicola-maria.bueckmann@mwfk.brandenburg.de