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Gedenkstätten

Neues Fenster: Bild - Gedenkstätte - vergrößern ©SBG/Archiv Sachsenhausen, S. Erhard

Das Gebiet des heutigen Landes Brandenburg gehört neben Berlin zu den Regionen in Deutschland, in denen die Repressionsgeschichte der NS-Zeit, aber auch der kommunistischen Gewaltherrschaft und der SED-Diktatur besonders viele Spuren hinterlassen hat. Zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer und Verfolgten wurden beispielsweise in den ehemaligen Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück Gedenkstätten eingerichtet.

Viele Orte nationalsozialistischer Verbrechen wie Sachsenhausen und Jamlitz/Lieberose wurden nach 1945 als sowjetische Speziallager zu Stätten stalinistischer Verbrechen. Bis zum Ende der DDR blieb ihr menschenverachtender Repressionscharakter aus ideologischen Gründen und durch die Propagierung des staatlichen Antifaschismus tabuisiert. Erst nach 1990 wurde es möglich, ihre Opfer am historischen Ort zu würdigen und die plurale Häftlingsgesellschaft, teilweise bestehend aus NS-Verbrechern und Opfern von sowjetischer Willkür, aufzuarbeiten. Diese Erinnerungsorte mit ihrer sogenannten mehrfachen Vergangenheit stellen bis heute eine besondere Herausforderung im Umgang mit der Zeitgeschichte dar: Es gilt die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der sowjetischen Speziallager in die Gedenkstättenarbeit zu integrieren, ohne die NS-Verbrechen zu relativieren bzw. die stalinistischen Verbrechen zu bagatellisieren.

Der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit räumt das Land Brandenburg große Bedeutung ein. Im Jahr 2009 hat die Landesregierung das Konzept „Geschichte vor Ort. Erinnerungskultur im Land Brandenburg für die Zeit 1933 bis 1990“ (LINK) vorlegt. Zur Ausgestaltung des Konzeptentwurfs haben 80 Stellungnahmen aus der Wissenschaft, von Verbänden und Privatpersonen beigetragen. Der öffentliche Diskussionsprozess ist auf diesen Seiten einsehbar. Mit dem Gesamtkonzept liegt die erste systematische Bilanz eines Bundeslandes zu diesem bedeutsamen Politikfeld vor. Das Konzept unterstützt die zielgerichtete Auseinandersetzung mit bestehenden Lücken in der zeitgeschichtlichen Aufarbeitung. Das Land Brandenburg bekennt sich ausdrücklich zu einem offenen Geschichtsverständnis, dessen Entwicklung im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zentral für die Herausbildung einer demokratischen und pluralistischen Erinnerungskultur ist.

Neues Fenster: Bild - SBG - vergrößern ©SBG Archiv Ravensbrück, Foto: Britta

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten führt seit 1993 die Gedenkstätten in den ehemaligen Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück... weiter

Neues Fenster: Bild - Leistikowstraße - vergrößern ©Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

In der Leistikowstraße 1 befand sich von 1945 bis 1984 das zentrale Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Spionageabwehr... weiter

Neues Fenster: Bild - Gedenkstätte Lindenstraße - vergrößern ©Gedenkstätte Lindenstraße 54/55

Herrschaft, Alltag und Widerstand in der DDR

Die Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 für die Opfer politscher Gewalt ist ein Ort der Erinnerung an die Opfer politischer Gewalt in beiden deutschen Diktaturen... weiter